Mit einer Ziernaht können beim Scrapbooking - aber auch auf Grußkarten - tolle Effekte erzeugt werden. Diese Art der Verzierung ist sehr einfach, zwar ein bisschen zeitaufwendig, kostet aber dafür fast nichts. Alles was Du brauchst, sind Nadel und Faden. Natürlich kannst Du die Nähte auch mit einer Nähmaschine anbringen, was aber etwas Übung erfordert. Also lieber erst einmal auf Kopierpapier o.ä. üben.
Wenn Du mit einer Nähnadel nähst, ist es ratsam vor dem eigentlichen Nähen die Stiche zu "prickeln". Das bedeutet, dass Du erst nur mit der Nadel die Einstichstellen der Naht vorstichst und danach den Faden durch die Löcher fädelst. Als Unterlage kannst Du eine Prickelmatte, Moosgummi oder ähnliches verwenden. Damit das Papier oder Foto nicht verrutscht, kannst Du es mit etwas Kleber auf dem Untergrund fixieren. Die Nadel sollte vom Verhältnis her zum Faden passen. Also bitte keine extra dicke Nadel für einen dünnen Faden verwenden, da sonst die Löcher unverhältnismäßig groß sind.
Bei beidseitigen Layouts (Vorder- und Rückseite) sollte bedacht werden, dass man die Enden des Fadens auf der Rückseite sieht. Die Fäden können dann entweder kaschiert werden, in dem man z.B. an dieser Stelle ein Foto positioniert oder man näht nicht direkt auf dem Hintergrundpapier.
Diese Scrapbooking-Technik ist toll, weil sie unzählige Möglichkeiten bietet. Man kann Fotos, Tags, Inchies, Sticker und so vieles mehr annähen. Verschiedene Garne, Fäden oder sogar Wolle benutzen oder Perlen und Pailletten annähen.
Die Naht auf dem Beispiel-Foto habe ich nach der meiner Bastelvorlage erstellt.